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Qualität bei Dolmetscheinsätzen



Professionelle Konferenzdolmetscher werden den Auftraggeber rechtzeitig vor einem Dolmetscheinsatz um Vorbereitungsmaterial bitten. Durch die Übermittlung von Informationsmaterial und Unterlagen leistet der Auftraggeber einen entscheidenden Beitrag zur Vorbereitung und damit zum Gelingen der Verdolmetschung. 

Sinnvolles  Vorbereitungs- material:

Allgemeine Informationen zur Veranstaltung: Ort, Zeit, Teilnehmerzahl/ -liste usw.

Allgemeine Vorbereitungsunterlagen: Hintergrundinformationen zum Kunden (Homepage), Tagesordnung, Rednerlisten, Rednerbiographien, spezielle Kundenterminologie, Informationen über Verhandlungsparteien

Spezielle Vorbereitungsunterlagen: PowerPoint-Präsentationen, Abstracts, Redemanuskripte, Konferenzmappe (in verschiedenen Sprachen), Regieplan, Dokumente (Verträge, Vereinbarungen, aus denen zitiert werden könnte), Presseerklärungen, Produktbroschüren (evtl. Datenblätter, sonstige technische Dokumentation) Dokumente, die verlesen werden sollen Protokolle vorausgegangener Sitzungen, Schriftverkehr, Vertragsentwürfe Relevantes Bild- und Tonmaterial und zugehörige Skripte usw.

Veranstalter und beratender Dolmetscher sollten sich außerdem in Bezug auf Planung, Abwicklung und Vorbereitung einer geplanten Veranstaltung sorgfältig absprechen. Unter Umständen empfiehlt sich im Vorfeld zur Veranstaltung ein Briefing mit Konferenzveranstaltern, Dolmetschern und Rednern.

Der Verantwortliche im Dolmetscherteam (Chef d'Equipe") hält während der Veranstaltung Kontakt zum Auftraggeber, um einen reibungslosen organisatorischen Ablauf zu gewährleisten.

Qualität, Professionalität, Kollegialität. Der Erfolg internationaler Veranstaltungen hängt entscheidend von der Qualität der Dolmetschleistungen ab. Qualität ist indessen kein Produkt des Zufalls! Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Professionalität und Kollegialität. Bedeutet im Zusammenhang mit Konferenzdolmetschern, dass sie eine entsprechende Qualifikation für die Berufsausübung besitzen und durch Weiterbildung aufrecht erhalten, beständig ihr Allgemein- und Fachwissen erweitern (lebenslanges Lernen), ihre Verantwortung im Beruf ernst nehmen und sich sorgfältig auf jeden Kunden und Dolmetscheinsatz vorbereiten. Im Sinne der Qualität der Dolmetschleistung müssen Konferenzdolmetscher als Team zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und fair und transparent miteinander umgehen, um auch damit den Erfolg einer mehrsprachigen Veranstaltung für den Auftraggeber sicherzustellen.

Titel wie "Konferenzdolmetscher", "Simultandolmetscher", "Verhandlungsdolmetscher", "Dolmetscher" usw. sind keine geschützten Berufsbezeichnungen.

Berufsverbände für Konferenzdolmetscher bieten durch die Vorgabe von Aufnahmekriterien eine grundlegende Gewähr für die Professionalität ihrer Mitglieder. Zudem verpflichten ihre Mitglieder sich mit dem Beitritt zur Einhaltung einer Berufs- und Ehrenordnung für Konferenzdolmetscher, in der die Grundsätze des professionellen und kollegialen Verhaltens - wie Verschwiegenheit, Transparenz, sorgfältige Vorbereitung -niederlegt sind. 

Durch solche Berufs- und Ehrenordnungen und durch ihre Aufnahmeverfahren betreiben die Berufsverbände aktive Qualitätssicherung und geben damit Orientierung auf einem heterogenen Markt.

* Mit freundlicher Genehmigung des VKD im BDÜ e.V.

 

Qualifikation: Der Beruf des Konferenzdolmetschers ist anspruchsvoll, und die Ausbildung erfolgt in der Regel durch ein Hochschulstudium. In Deutschland wurden die Hochschulstudiengänge zum Konferenzdolmetscher (Abschluss: Diplom-Dolmetscher) im Zuge des Bologna-Prozesses auf den Abschluss Master of Arts (MA) Konferenzdolmetschen bzw. Master of Arts in Conference Interpreting umgestellt. Dadurch wird es auch Absolventen anderer Hochschulstudiengänge ermöglicht, in einem weiterführenden Studium die Qualifikation als Dolmetscher (MA) zu erwerben. Privatschulen und andere Einrichtungen bieten ebenfalls Dolmetschprüfungen an, die denjenigen von Universitäten und Fachhochschulen jedoch nicht gleichkommen und deshalb von internationalen Organisationen und Sprachendiensten bei Behörden häufig nicht anerkannt werden.